Nordrhein-Westfalen
Jobs in Remscheid und Umgebung
Zuletzt geprüft am 30.09.2026
Hier finden Sie aktuelle Jobs in Remscheid und im Bergischen Städtedreieck mit Solingen und Wuppertal. Die Jobliste reicht 50 Kilometer ins Umland. Im Text darunter erfahren Sie, warum Remscheid eine der am stärksten von Industrie geprägten Städte in Nordrhein-Westfalen ist und wie es auf dem Ausbildungsmarkt aussieht.
Arbeiten in Remscheid
Remscheid hatte am 31.12.2024 laut dem Statistischen Landesamt IT.NRW 113.828 Einwohnerinnen und Einwohner, rund 2.500 mehr als Ende 2019. In der Stadt arbeiteten Ende 2024 genau 46.875 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Mehr Menschen pendeln zur Arbeit herein als hinaus: Mitte 2024 kamen 22.485 Beschäftigte von außerhalb, 19.643 Remscheider arbeiteten in anderen Orten.
Was Remscheid von fast allen Großstädten unterscheidet, ist der hohe Anteil der Industrie. 41,5 Prozent aller Beschäftigten arbeiteten Ende 2024 im produzierenden Gewerbe, im Landesdurchschnitt sind es 24,7 Prozent. Die Industriebetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten zählten im September 2024 zusammen 14.376 Mitarbeitende. Allein die Hersteller von Metallerzeugnissen, darunter viele Werkzeugfirmen, kamen mit 54 Betrieben auf 5.269 Beschäftigte, der Maschinenbau mit 19 Betrieben auf 2.617. Der Beiname „Seestadt auf dem Berge“ geht auf den weltweiten Handel mit Werkzeugen und Metallwaren zurück.
Arbeitslos gemeldet waren im September 2026 in Remscheid 5.001 Menschen, 34 weniger als ein Jahr zuvor. Die Quote lag laut Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal bei 8,3 Prozent und damit unter dem Wert des gesamten Städtedreiecks von 9,8 Prozent. 463 Arbeitslose waren jünger als 25 Jahre, 1.899 galten als langzeitarbeitslos. Die Betriebe meldeten im selben Monat 205 neue Stellenangebote. Gesucht werden im Bergischen Land vor allem Fachkräfte in der Metallbearbeitung, im Verkauf, in der Maschinen- und Betriebstechnik und in der Lagerwirtschaft.
Minijobs, Teilzeit und Ausbildung in Remscheid
Weil Remscheid stark von Fertigung geprägt ist, sind Handel, Gastgewerbe und Verkehr mit 15,8 Prozent der Beschäftigten kleiner als in vielen anderen Städten. Trotzdem arbeiten viele Menschen mit weniger Stunden: 12.656 Beschäftigte hatten Ende 2024 eine Teilzeitstelle, 10.140 davon Frauen. Minijobs finden Sie in Remscheid wie anderswo vor allem im Handel, in der Gastronomie und bei Dienstleistern. Seit Januar 2026 liegt die Verdienstgrenze bei 603 Euro im Monat.
Der Ausbildungsmarkt hat sich 2026 verändert. Bis August meldeten Remscheider Betriebe 521 Ausbildungs- und duale Studienplätze, 162 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig bewarben sich 581 junge Menschen, rechnerisch 112 auf 100 Plätze. Das ist im Bergischen Städtedreieck immer noch das günstigste Verhältnis, in Solingen und Wuppertal kamen deutlich mehr Bewerber auf eine Stelle. Ende August waren in Remscheid noch 168 Plätze frei und 180 Jugendliche auf der Suche. Für technisch Interessierte lohnt sich der Blick auf die Werkzeug- und Metallbetriebe, die zusammen die größte Industriebranche der Stadt bilden.
Große Arbeitgeber in Remscheid
In Remscheid sitzen viele mittelständische Industrieunternehmen, einige davon sind Weltmarktführer in ihrer Nische. Das Standortprofil von „Die Deutsche Wirtschaft“ zählte im März 2026 acht Weltmarktführer und 20 der 10.000 wichtigsten deutschen Mittelständler in der Stadt. Zu den bekanntesten Namen gehören:
- Vaillant, Hersteller von Heiztechnik, laut Standortprofil größter Arbeitgeber am Standort
- Edscha, Spezialist für Scharniere und Türfeststeller in Autos
- GEDORE, Werkzeugfabrik mit Sitz in Remscheid
- HAZET-WERK, ebenfalls Hersteller von Handwerkzeugen
Leben in Remscheid
Remscheid ist eine Großstadt mit viel Natur. Rund 30 Prozent des Stadtgebiets sind Wald und Grünflächen, rundherum liegen Talsperren. Die Höhenunterschiede sind groß: Der höchste Punkt liegt mit 378 Metern auf dem Brodtberg in Hohenhagen, der tiefste mit 96 Metern an der Wupper. Stadtrechte erhielt Remscheid 1808 von Napoleon.
Im Stadtteil Lennep wurde 1845 Wilhelm Conrad Röntgen geboren, der 1895 in Würzburg die nach ihm benannten Strahlen entdeckte. Ihm widmet die Stadt das Deutsche Röntgen-Museum. Das Deutsche Werkzeugmuseum zeigt, wie eng die Stadt mit ihrem wichtigsten Gewerbe verbunden ist. Wer Besuch bekommt, bestellt die Bergische Kaffeetafel mit Waffeln, Kirschen und Kaffee aus der Dröppelminna.
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